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Eigene Mandate & Fallbeispiele

Eigene Mandate: Fallbeispiele aus meiner Kanzlei

In den unten aufgeführten Fallbeispielen habe ich selbst die Mandanten und Mandantinnen vertreten, alle Texte wurden von mir selbst verfasst. Bei den Fotos handelt es sich um Symbolbilder von Fotolia.de.
 

Schmerzensgeld aufgrund von OP-Fehler: Labienoperation

2014 - Gerichtlicher Vergleich: Zahlung 20.000 EUR

Vorwürfe seitens der Mandantin, die nach einer Schamlippenverkleinerung durch zu viel Resektion von Gewebe der kleinen Schamlippen (Labien) quasi verstümmelt worden war:
1) keine umfassende, umfangreiche Aufklärung vor der OP
2) OP – Fehler, weil zu viel von den Labien abgetragen wurde

1) Aufklärung
Die Mandantin hatte die Aufklärung gerügt. Denn nach dem Eingriff waren die Labien „total resiziert“. Dabei war vereinbart gewesen, die Korrektur der Labien und nicht, wie sich dies dann aber nach dem Eingriff darstellte, die teilweise totale Resektion derselben. Die Aufklärung war ganz offensichtlich völlig unzureichend geschehen. In der Skizze fanden sich lediglich 2 dicke schwarze Striche und die Notiz: 4 – 5 %, zudem die Notiz: minimale Blutungen nach der Operation möglich. 

2) OP – Fehler, weil zu viel von den Labien abgetragen wurde
Nach einer solchen OP muß eine Mindestgröße der kleinen Labien vorhanden sein, um den sicheren abdeckenden Schutz der äußeren Harnöffnung zu gewährleisten. Es soll ein Rest von 2 – 3 Zentimetern verbleiben. Das vordere Drittel der kleinen Labien muß sehr zurückhaltend reseziert werden. Dies war offensichtlich nicht eingehalten worden.

Die Mandantin hatte wegen der mißglückten OP ca. ein Jahr lang starke Schmerzen, die ihr anfänglich nur erlaubten, auf einem Gummiring zu sitzen. Hier handelte es sich nicht um den normalen Wundschmerz sondern um einen tief sitzenden Gewebeschmerz. Dazu kamen starke Ödeme. Noch heute bestehen Mißempfindungen. Das Berühren der Klitoris ist fast unmöglich. Das hatte Auswirkungen auf das Sexualleben der Mandantin. Die Psyche der Mandantin ist wegen des kosmetischen Ergebnisses der immer noch beeinträchtigt. 

Es wurde ein gerichtlicher Vergleich auf Zahlung von insgesamt 20.000 EUR abgeschlossen. Hierzu wurden 2 Gutachten (ein gynäkologisches und ein psychologisches) eingeholt. 
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