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Eigene Mandate & Fallbeispiele

Eigene Mandate: Fallbeispiele aus meiner Kanzlei

In den unten aufgeführten Fallbeispielen habe ich selbst die Mandanten und Mandantinnen vertreten, alle Texte wurden von mir selbst verfasst. Bei den Fotos handelt es sich um Symbolbilder von Fotolia.de.
 

Hämatom an der Wirbelsäule / Nervschaden

2016 - Gerichtlicher Vergleich: Zahlung 15.000 EUR

Mein Mandant gab bei seinem Arzt anfänglich an, dass er als Herzpatient täglich
Marcumar einnimmt. Im Sommer 2014 trat plötzlich beim Aufwärmtraining ein starkes
Ziehen in der rechten Seite der Lendenwirbelsäule, über das Gesäß ziehend, bis in die rechte
Wade auf. Da die Selbstbehandlung mit Rotlicht keine merkliche Besserung brachte
und die Schmerzen weiterhin vorhanden waren, suchte der Mandant seinen Arzt auf.
Der Arzt bat den Mandanten, ohne eine Untersuchung oder Diagnostik vorher durchgeführt zu
haben, sich auf die im Raum befindliche Liege zu legen, was dieser auch tat. Ohne weitere
Rücksprache und ohne vorherige Aufklärung setzte er dann in den Rücken (wo
keine Schmerzen bestanden hatten), 2 Spritzen.
 
Sofort verspürte der Mandant einen heftigen, stechenden Schmerz. Im Anschluß
an diese Behandlung wurde über 2 Tage lang die Gehfähigkeit stetig schlechter. Der Mandant
stellte sich dann im Krankenhaus vor. Dort führte man unverzüglich ein MRT durch
mit der Diagnose: Epidurale Blutung intraspinal mit Punctum maximum auf Höhe LWK 3/4 und
LWK 4/5. Es bestand bereits eine beidseitige Fußparese, sowie Taubheitsgefühle, als
auch eine Blasen- und Mastdarmproblematik. Am selben Tag wurde deswegen eine
Not-OP durchgeführt. Das Hämatom wurde ausgeräumt. 
 
Aufklärungsfehler:
 
Mein Mandant wurde hier in keiner Weise auf irgendein Risiko hingewiesen.  Er hätte
nie sofort dieser Spritzentherapie zugestimmt. Die Schmerzen waren zuvor
aushaltbar gewesen. Eine konservative Therapie wurde zuvor gar nicht angedacht oder
ausgeführt.
 
Therapiewahlfehler
 
Es waren folgende Behandlungsfehler vorzuwerfen:
 
1)Die sofortige Spritzensetzung, ohne vorherige Diagnostik und Untersuchung und
ohne zuvor konservative Therapiemaßnahmen zu erwägen.
2) Die Spritzen hätten nicht während der aktuellen Marcumareinnahme gegeben werden
dürfen. Nur deswegen kam es zu der heftigen Einblutung.
 
Schaden
 
Aufgrund dessen ist bei meinem Mandanten die Nervbeschädigung mit der beidseitigen
Fußparese und der Taubheit der Zehen eingetreten, sowie mit der Blasen- und
Mastdarmproblematik.
 
Mein Mandant erhielt gerichtlich ein Schmerzensgeld i.H. von 15.000 EUR.
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